Der richtige Bedienerschutz im Umgang mit Hydraulikschlauchleitungen

Schutzschläuche senken die Gefahren des Versagens von Hydraulikschlauchleitungen. Die richtige Auswahl und Anwendung sind wichtig, um die Sicherheit des Bedieners zu garantieren.

 

In der Hydraulik wird stets mit hohen Drücken und Temperaturen hantiert. Die daraus resultierenden Gefahren für den Bediener sind vielfältig und Unfälle müssen mit geeigneten Schutzmaßnahmen möglichst verhindert werden. Grundlage hierfür sind die Empfehlungen der DGUV-Regel 113-020 „Hydraulik-Schlauchleitungen und Hydraulik-Flüssigkeiten – Regeln für den sicheren Einsatz“.

 

Insbesondere bei Flüssigkeiten, deren Nennbetriebsdruck 50 bar oder deren Temperatur 60 °C übersteigt, ist der Bedienerschutz ausdrücklich gefordert. Dies betrifft nahezu alle Hydraulikschläuche im mobilen Einsatz. Leitungen, die sich innerhalb eines Meters um den Bediener befinden und bei denen im Fall eines Defekts ein Hydraulikflüssigkeitsstrahl den Fahrerplatz treffen kann, sind mit einem Schlauchschutz zu versehen. Diese Schutzeinrichtungen, einschließlich flexibler Schlauchabdeckungen, müssen eine ausreichende Festigkeit besitzen, um einen Hydraulikflüssigkeitsstrahl zu stoppen oder vom direkten Kontakt mit dem Bediener abzulenken. Wichtig ist dabei die korrekte Handhabung der Schutzschläuche, um die Gefahren für den Anwender auf ein Minimum zu reduzieren.

 

1. Dimensionierung

Die richtige Dimensionierung der Schutzschläuche ist ein wesentlicher Bestandteil des Schutzkonzeptes. Sollte der Schutzschlauch zu eng an den Hydraulik-Schlauchleitungen anliegen, erfüllt er nicht die Anforderungen. Erfahrungsgemäß sollte der Innendurchmesser der Schutzschläuche 30 Prozent, mindestens jedoch 15 mm, größer dimensioniert werden, als der Außendurchmesser der Hydraulikschlauchleitung.

 

2. Anbringung

Die geschlossenen, gewebten Schutzschläuche, die meist aus Nylon bestehen, müssen auch im eingebauten Zustand die Hydraulikschlauchleitungen vollständig, inklusive der Fassungen, überdecken. Einige Hersteller empfehlen zudem nach dem Schneiden die Schnittkante mittels Heißluftfön zu veröden. So wird vermieden, dass sich Fäden ziehen.

 

3. Befestigung

Bei der Befestigung sollte darauf geachtet werden, dass der Schutzschlauch, wenn nötig, nur einseitig mittels Kabelbinder oder anderen Schellentypen fixiert wird. Alternativ können die angebotenen Aluhülsen, die über die Armatur verpresst werden, den Schlauchschutz dauerhaft fixieren und die Anforderungen einer festen Verbindung erfüllen. Sehr häufig werden die Schutzschläuche unterhalb der Fassung eingelegt und mit verpresst. Dieses Einbinden des Schutzschlauches mit der Hydraulikschlaucharmatur ist jedoch nicht zulässig.

Schlauchschutz: Links: Berstschutz mit Klettverschluss für die nachträgliche Montage: Mitte: Berstschlauch für die direkte Verpressung bei der Schlauchfertigung. Rechts: Alu-Ringe dienen der Befestigung des Berstschutzschlauchs auf der Presshülse.

Schutzschläuche bei winkler erhältlich

Das winkler Sortiment an Schutzschläuchen für alle Anwendungsfälle ist im Katalog „Leitungsteile und Verschraubungen“ ab Seite 588 aufgeführt. Bei Fragen wenden Sie sich an Ihren winkler Fachberater. Den winkler Betrieb in Ihrer Nähe finden Sie hier.

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