Gewichtsreduktion dank Hydraulikölkühler

Im Speditionsverkehr zählt jedes Kilo, das das Leergewicht des Fahrzeugs reduziert. Deshalb achten besonders die Aggregatehersteller zusätzlicher Versorgungseinheiten auf die Gewichtsoptimierung ihrer Produkte. In der Mobilhydraulik wurde für diese Anforderungen der Hydraulikölkühler, auch Hydro-Booster genannt, entwickelt.

 

Das System ist ausschließlich für Dauerdruckanwendungen ausgelegt und beinhaltet deshalb kein Kippventil. Grund ist die geringe Menge an Hydrauliköl, die dem System zur Verfügung steht. Bei Dauerdruckanwendungen, wie zum Beispiel im Schubboden oder Tankwagen, muss sichergestellt sein, dass die Verbraucher mit einem gleichbleibenden Volumenstrom und Betriebsdruck versorgt werden. Die dafür benötigte Ölmenge ist im Vergleich zu einer Kippanwendung sehr gering. Je nach Auslegung und Verbraucher reichen bereits 20 Liter Hydrauliköl aus, um die Anwendung betreiben zu können. Bei einer Kippanlage hingegen wird durch den großen Teleskopzylinder circa die zehnfache Menge an Hydrauliköl benötigt.

 

Die Funktionsweise
Die kompakte Einheit besteht aus einem Kühler, einem kleinen Tank, einem Druck- und Rücklauffilter sowie einem Druckbegrenzungsventil. Um die Anlage in Betrieb nehmen zu können, wird nur noch die Hydraulikpumpe mit entsprechenden Leitungsteilen benötigt, die alle Komponenten miteinander verbinden. Bei zugeschaltetem Nebenantrieb fordert die Pumpe das Hydrauliköl über das Druckbegrenzungsventil in den Hydraulikölkuhler. Von dort wird es in die Anwendung (zum Beispiel ein Tankfahrzeug) mit dem voreingestellten Maximaldruck am Druckbegrenzungsventil geschickt.

Der Kolbenmotor nimmt das Hydrauliköl über den Anschluss „A“ auf und gibt es über den Anschluss „B“ wieder ab, wodurch die Welle des Kolbenmotors angetrieben und der Volumenstrom in eine Drehbewegung umgesetzt wird. Das Hydrauliköl aus dem Anschluss „B“ fliest zum Hydraulikölkühler zurück und durchlauft das Kühlgitter bevor es vom Tank wieder aufgenommen wird. Über den Sauganschluss des Hydraulikolkühlers wird das Öl wieder der Pumpe zugeführt und der Kreislauf beginnt erneut. Dabei ist die Durchflussmenge auf max. 120 l/min. beschrankt, um eine ausreichende Kühlleistung zu gewährleisten.

Vorteile im Vergleich zu einer klassischen Hydraulikanlage für Sattelzugmaschinen
Der Hydraulikölkühler benötigt nur den halben Platzbedarf im Vergleich zu einem 205 Liter Tank. Somit hat man auch bei engen Platzverhältnissen noch die Möglichkeit ein Hydrauliksystem nachzurüsten. Weil keine große Menge an Hydrauliköl vorgehalten werden muss, erreicht man durch den Einsatz eines Hydraulikölkühlers eine enorme Gewichtsersparnis von bis zu 170 kg.

Auch die Montagezeit der Anlage wird durch die kompakte Einheit stark reduziert. Es muss lediglich der Hydraulikölkühler und die Hydraulikpumpe montiert und mit Leitungsteilen verbunden werden. Der Aufwand und die Kosten für die laufende Wartung sind ebenfalls gering. Je nach Einsatz wird empfohlen, einmal im Jahr einen Ölwechsel (max. 20 Liter) vorzunehmen und die Druck- sowie Rücklauffilterelemente zu erneuern.


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