Funktionsprüfung von Klimaanlagen

Eine gut funktionierende Klimaanlage gehört zu den entscheidenden Einflussfaktoren für das Wohlgefühl der Fahrgäste an Bord. Hat die Klimaanlage ein Leck, muss das Kältemittel abgelassen und die Klimaanlage abgedrückt werden, ehe die undichte Stelle aufgespürt werden kann. Wir zeigen Ihnen wie Sie am besten vorgehen.

 

Fehlerursachen finden

Eine Klimaanlage mit dem Kältemittel R134a hat je nach Bustyp einen durch das Expansionsventil eingestellten festen Druck von ca. 2 bar. Der Hochdruck wird durch die Umgebung beeinflusst. Bei 20 Grad liegt dieser bei ca. 10 bar, bei 30 Grad bei etwa 15 bar. Deutliche Abweichungen weisen auf einen Fehler hin. Sollten Hoch- und Niederdruck den gleichen Wert haben, läuft die Klimaanlage nicht. Eventuell liegt ein elektrischer Fehler vor.

Wenn kein Druck vorhanden ist, muss die Klimaanlage nach F-Gas-Verordnung erst abgedrückt und die Leckage abgedichtet werden bevor neues Kältemittel eingefüllt werden kann. Die Befüllung einer undichten Klimaanlage mit Kältemittel ist nicht zulässig – selbst zum Zweck der Lecksuche nicht. Zum Abdrücken können Sie Stickstoff oder Formiergas verwenden.

 

Abdrücken mit Stickstoff

Das Abdrücken mit Stickstoff ist eine einfache und günstige Variante. Hierzu kann z. B. die bei winkler erhältliche Armatur mit Bestell-Nr. 583 002 180 00 verwendet werden. Stickstoff trocknet die A/C-Anlage zusätzlich und kann problemlos in die Luft abgelassen werden. Vor dem Abdrücken muss das Kältemittel der A/C-Anlage abgelassen werden.

Abgedrückt wird je nach Hersteller zwischen 5 bar und 30 bar. Das winkler Sortiment bietet Ihnen zwei Möglichkeiten: Der Druckminderer mit Bestell-Nr. 583 004 110 00 kommt bis 20 bar. Der Druckminderer mit Bestell-Nr. 583 004 111 00 kommt bis 40 bar. Der Druckabfall wird am Manometer kontrolliert. Mithilfe des Lecksuchspray von Cheamsol (Bestell-Nr. 490 000 001 00) finden Sie die undichte Stelle mühelos.

 

Abdrücken mit Formiergas

Das Abdrücken mit Formiergas funktioniert wie das Abdrücken mit Stickstoff. Allerdings gilt dabei zu beachten, dass Wasserstoff (H2) brennbar ist. Aus diesem Grund sollten Sie nur Formiergas verwenden, das mindestens zu 95% aus Stickstoff (N2) und nur aus höchstens 5% Wasserstoff (H2) besteht. Formiergas ist teurer als Stickstoff. Der Vorteil im Vergleich zu Stickstoff ist jedoch, dass Formiergas mit einem elektronischen Lecksuchgerät (winkler Bestell-Nr. 583 004 045 00) aufgespürt werden kann.

 

UV-Lecksuche

Die Lecksuche mittels UV-Lecksuchsystemen ist eine sehr genaue und einfache Methode, die zudem preisgünstig ist. Es wird ein ultraviolettes Färbemittel in die A/C-Anlage injiziert. Dieses UV-Mittel ist auf Ester-Öl-Basis aufgebaut und zirkuliert mit dem Öl durch die Anlage. An den kleinsten undichten Stellen tritt es aus und kann mit einer speziellen UV-Lampe sichtbar gemacht werden. Bitte verwenden Sie nur lösemittelfreie UV-Additive (SAE J2297 zertifiziert) und achten Sie auf die Garantiebestimmungen des Kompressor-Herstellers. Die Verwendung von Lecksuchmitteln ist gesetzlich nicht verboten, wird allerdings von einigen Kompressor-Herstellern nicht gerne gesehen.

 

Einfüllen von Kältemittel

Danach erfolgt die Wiederbefüllung mit dem Klimaservicegerät. Die Füllmenge kann am Schauglas festgestellt werden. Sollten bei laufender Klimaanlage noch Luftblasen im Schauglas erkennbar sein, muss nachgefüllt  werden. Das wird durch eine Armatur auf der Niederdruckseite gemacht. Öffnen Sie dazu das Niederdruck-Ventil an der Armatur und füllen Sie das Kältemittel in 100-Gramm-Schritten ein bis das Schauglas komplett gefüllt ist.

 

Weitere Informationen und Zubehör

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Funktionsprüfung des Kältemittelkreislaufes

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