Fachgerechter Kupplungstausch spart Kosten

Vor dem Austausch gilt es zunächst die passende Kupplung zu identifizieren. Hierbei unterstützt Sie Ihr winkler-Fachberater gerne –  halten Sie einfach die Angaben zum Fahrzeughersteller, dem Maschinentyp sowie die Motor- oder Fahrgestellnummer parat.

Wahl des richtigen Belags
Eine Motorkupplung besteht aus der Druckplatte und einer Kupplungsscheibe. Die Kupplungsscheibe wird nach der Beschaffenheit des Belags unterschieden, der je nach Einsatzzweck ausgewählt werden sollte.

Der organische Belag ist durchgehend auf der gesamten Kreisfläche der Mitnehmerscheibe aufgebracht. Er trennt und schließt die Kupplung sehr weich. Organische Beläge halten Temperaturen zwischen 100 °C und 200 °C, bei vorübergehenden Höchstwerten bis zu 350 °C, stand. Aufgrund seiner Eigenschaften ist der organische Belag für Kupplungsscheiben mit relativ großem Durchmesser bei gleichzeitiger Übertragung eines geringen Drehmoments geeignet – für den Einsatz an Fahrzeugen ohne Frontlader und ohne große Frontgeräte.

Im Vergleich zum organischen Belag hat der Cerametallische Belag, auch Sintermetall Belag genannt, einen höheren Reibungskoeffizienten, der die Übertragung eines größeren Drehmoments bei geringerer Anpresskraft ermöglicht. Darüber hinaus ist er hitzebeständig für Temperaturen von 400 °C, vorübergehend sogar bis zu 600 °C. Durch das zusätzliche Gewicht verfügt der Sintermetall Belag über eine hohe Massenträgheit und kann an Schwungrad und Druckplatte hohen Verschleiß verursachen. Der Sintermetall Belag ist äußerst verschleißbeständig und kann auch bei sehr hohen Temperaturen problemlos eingesetzt werden. Er eignet sich damit besonders für leistungs­starke Traktoren mit Allradantrieb sowie für den Einsatz mit Frontlader und großen Frontgeräten.

Unsere Profi-Tipps rund um den Kupplungstausch

Nach dem Ausbau der Kupplung Folgendes prüfen:

  • Schwungrad auf Schleifriefen, beulenfreie Anlauffläche sowie Blaufärbung oder Risse durch Überhitzung prüfen, ggf. Schwungrad ersetzen
  • Motor und Getriebe auf Dichtheit prüfen, ggf. Dichtringe ersetzen
  • Getriebeeingangswelle, Verzahnung auf Verschleiß prüfen, ggf. Welle ersetzen
  • Pilotlager auf Verschleiß prüfen, ggf. Pilotlager ersetzen

 

So gelingt der Einbau:

  • lose Kupplungsscheibe der neuen Kupplung auf Seitenschlag prüfen
    Getriebewelle mit Spezialkupplungsfett einfetten und überschüssiges Fett entfernen
  • Kupplungsscheibe in der vorgegebenen Einbauposition montieren und dabei auf die Kennzeichnung achten, bzw. auf den langen und kurzen Bund an der Nabe
  • den Einbau der neuen Kupplung erleichtert der Einsatz eines Zentrierdorns, der die Kupplungsscheibe in der richtigen Position hält
  • neue Befestigungsschrauben verwenden und diese über Kreuz mit dem vorgegebenen Drehmoment anziehen
  • vorhandene Einbauhilfen und Entlastungssicherungen entfernen
  • beide Teile, Kupplung und Getriebe, exakt in Flucht zueinander stellen, anschließend Getriebe vorsichtig einfahren, um Schäden an der Verzahnung oder an den Tellerfedern zu vermeiden

Zu einer fachgerechten Kupplungsreparatur gehört immer der Austausch der Ausrücklager. Werden diese nicht erneuert und kommt es deshalb zu Störungen, übernehmen die meisten Hersteller keine Garantie.
 

Alles für eine reibungslose Kupplungsreparatur. Beratung inklusive.
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