Ladungssicherung auf landwirtschaftlichen Anhängern

Bei Transporten mit land- und forstwirtschaftlichen Fahrzeugen ist die Ladungssicherung jederzeit zu gewährleisten. Von einem sicheren Transport spricht man, wenn die Ware bei einer Vollbremsung oder plötzlichen Ausweichbewegungen nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen kann.

Beim Transport von Ladung muss deshalb Folgendes beachtet werden:

 

  • Gewicht und Abmessungen der Ladung
  • Vorschriften zur Ladungssicherung
  • Kenntlichmachung überstehender Ladung
  • Fahren mit angepasster Geschwindigkeit

Auf landwirtschaftlichen Anhängern unterscheidet man zwischen einer formschlüssigen und einer kraftschlüssigen Ladungssicherung.

Formschlüssige Ladungssicherung

Das Transportgut wird direkt an der Stirn-, Rückwand und an den Seitenwänden verladen. Ist damit die gesamte Ladefläche lückenlos ausgefüllt, kann die Sicherung durch einen ausreichend stabilen Fahrzeugbau erfolgen.

Betragen die Ladelücken, über die gesamte Länge bzw. Breite der Ladefläche gerechnet, zusammen mehr als wenige Zentimeter, sind diese durch Staupolster oder andere Hilfsmittel der Ladungssicherung auszufüllen.

Eine weitere Sicherungsmethode ist das Direktzurren, bei dem es mehrere Möglichkeiten gibt. Beim Schräg- und Diagonalzurren werden die Zurrmittel im geraden Zug eingesetzt und dazu in den Zurrpunkten der Ladung sowie der Ladefläche eingehängt.

Beim Schlingenzurren wird das Zurrmittel als Schlinge vor, hinter oder seitlich um das Ladegut gelegt und in den Zurrpunkten am Fahrzeug fixiert. Die Kopfschlinge dient dabei als Stirn- und Rückwandersatz, falls die Ladung nicht formschlüssig verladen wird.

Kraftschlüssige Ladungssicherung

Hier wird beim Niederzurren die Ladung durch die Zurrmittel auf die Ladefläche gepresst. Durch das Anpressen erhöht sich die Reibungskraft und sichert die Ladung gegen Rutschen. Diese Methode wird beispielsweise bei folgenden Gütern angewendet:

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Beim Transport von Schüttgütern, die sich ähnlich wie eine dickflüssige Masse verhalten und ggf. über die Bordwand schwappen können, ist auf entsprechend hohe und vollkommen dichte Bordwände zu achten. Als zusätzliche Absicherung ist die Abdeckung mit einer Plane sinnvoll, die so befestigt sein muss, dass kein Ladegut hindurchrieseln kann.

Werden beim Transport von Silage oder Häckselgut Kegel gebildet, muss zwischen den Schüttkegeln und den Bordwänden ausreichend Platz sein, damit herabfallendes Material abgefangen wird. Gegen den Fahrtwind ist die Ladung mit einer Plane zu sichern.

Buschwerk, Äste und Zweige sollten nur auf Anhängern mit ausreichend hohen Bordwänden transportiert werden. Ragt das Ladegut über die Bordwand hinaus, ist es mit einem engmaschigen Netz zu sichern.

Für den Transport von Flüssigkeiten wie Wasser oder Gülle sollten nur Spezialanhänger eingesetzt werden, die über Zwischenwände in den Tanks verfügen, um die Schwallbewegung der Flüssigkeiten zu unterbinden.

Heu- und Strohballen werden am sichersten mit ladungshohen Bordwänden transportiert. Ist das nicht möglich, müssen die Ballen zusätzlich mit Zurrgurten gesichert werden. Durch die Reibung der einzelnen Ballen aufeinander, wird eine Bündelung erreicht, so dass jeweils der gesamte Stapel gesichert ist.

 

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